Auf was muss ich achten beim Pick Up Kauf !

Hier ein paar Anmerkungen bevor ihr euch in Unkosten stürzt und enttäuscht über das Resultat seid !

 

Generell sind folgende Einflüsse in dieser Reihenfolge bei einem Instrument klangprägend und sollten vor dem Pick Up Wechsel überdacht werden:

 

1. Das Holz

- Sollte wenn's geht nicht aus mehr als aus 3 Stücken verleimt sein. 

- Schlägt man die tiefe E und A Saite an so sollte man mehr oder weniger die Vibrationen überall am Instrument spüren.

- Beim unverstärkten Spielen sollte der Ton schnell mit einer längeren Auskling Phase stehen bleiben, der Ton sollte hierbei immer Laut sein auch wenn man das Instrument umkehrt.

-Hält man sein Ohr an den oberen Cutaway so sollte der Ton laut, knackig und mit runden Bassanteilen hörbar sein, bei der Auskling Phase sollten möglichst viele Obertöne hörbar sein.

 

2. Die Hardware

- Generell sollten möglichst viele Teile des Tremolos aus massivem und hartem Metall sein, Zinkguss und Plastik sind keine guten Klangleiter da sie mangels der Materialdichte die Saitenschwingung hindern in das Holz über zu gehen.

- Bei Tremolo Systemen ist die Grundplatte und der Sustainblock das am meisten klangfärbende Element, deshalb gilt hier, mehr Masse = mehr Ton und Sustain.

- Bei Fender Tremolos klingen Sustainblöcke aus massivem Stahl am besten für den Twäng aber auch Aluminium erzeugt sehr viel Twäng mit silbrigen Höhen was aber auf kosten der Bässe geht (Geschmacksache).

 

3. Der Tonabnehmer

- gibt nur die Saitenenergie wieder welche die Konstruktion herüber bringt.

- je hochohmiger, je mehr tiefe Mitten und je weniger Anteil am Holzsound des Instruments sind vorhanden.

- je niederohmiger je mehr Hochmittenanteile und mehr Holzsound ist hörbar.

Diese Regel gilt eigentlich nur wenn der Amp angezerrt mit viel Zerranteil von der Endstufe gespielt wird und die Gitarre das Sustain an den Amp weiter gibt und dieser dadurch sehr dynamisch reagiert.

Hier empfiehlt es sich auch den Pick Up nicht zu verwachsen da die Spule durch den Schall des Lautsprechers angeregt wird was dem ganzen viel mehr Leben verleiht und ganz gerne in die Obertöne kippt.

Das heisst aber überhaupt nicht, dass dieser generell immer Pfeifen (unerwüschte Rückkopplung) muss.

 

Das Spiel ändert aber, wenn ein Amp mit High Gain oder mehrere Verzerrer am Start ist.

Die Verzerrung wird hier hauptsächlich von der Vorstufe erzeugt welche starke Kompression dem Gitarrensignal zufügt aber dadurch nicht mehr dynamisch ist. Ein durch die Kompression künstlich erzeugtes Sustain ist die Folge welche zwar das flüssige Solospiel unterstützt aber den Holzton komplett überdeckt.

Hier empfiehlt sich ein hochohmiger Pick Up ab ca. 10 Kilo Ohm zu benutzen da er durch die tiefere Resonanzfrequenz die scharfen Höhen glättet welcher ein High Gain Sound  normaler Weise erzeugt.

Deshalb funktioniert ein ungewachster PAF Humbucker mit High Gain nicht immer 100%.

Hier empfiehlt sich das verwachsen auf jeden Fall da es anders einfach nicht geht.

Hochohmer empfehlen sich auch für Gitarren welche vom Holz her schlechtere Eigenschaften bringen und man dies mit einem starken Pick Up eher ausgleichen kann.

 

Sendet doch auch euere Kommentare und Anregungen zu diesem Thema !

 

 

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